Schulhaus Kenia

 

EinE Schule

Das Dorf Olchorro Ngusur und die zwei dazugehörigen Dörfer Oldarpoi und Osinoni liegen im Gebiet der Loita Hügel im Süden Kenias. Wie in jedem kleinen Dorf gibt es auch hier viele kleine Kinder die gerne zur Schule gehen möchten. Leider war die nächste Schule mehr als 1 Stunde Fussmarsch entfernt. Auf dem Schulweg müssten die Kinder einen gefährlichen Elefanten-Pfad überqueren, welcher auch gerne von Büffeln und Leoparden benutzt wird. Für kleinere Kinder ist die Gefahr zu gross, wodurch es für sie nicht möglich war in die Schule zu gehen.

Was war das Problem?

Damit die kleinen Kinder in die Schule gehen konnten, haben die Dorfbewohner im eigenen Dorf eine kleine Schule gebaut. Das Gebäude entsprach aber nicht den Normen der Regierung und musste geschlossen werden. Laut Gesetz muss das Gebäude einen festen Grund, Abrieb an den Wänden und geschlossene Fenster und Türen haben. Ebenfalls für den Schulunterricht notwendig waren Schulbänke und Tische, Büchergestelle, Bücher und allgemeines Schulmaterial. Die finanziellen Mittel für den Bau einer solchen Schule fehlten dem Dorf. Auch der betrieb der Schule, stellte das Dorf vor eine finanzielle Herausforderung. Sollte das Schulhaus jedoch den gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen entsprechen, würde das Dorf finanzielle Unterstützung von der Regierung erhalten. 

Für die Maasai Kinder
Wie wollen wir das Problem lösen?

Um den Bau der Schule zu finanzieren, haben wir in den Monaten vor dem Einsatz einen Spendenaufruf gestartet. In der Zwischenzeit haben wir dank vielen grosszügigen Spenden sämtliches benötigtes Geld zusammen. Vielen Dank an alle Spender! Vom 05. - 17. Februar 2017 sind wir dann in einem 6er-Team nach Kenia in den Einsatz geflogen, um den Bau der Schule aktiv zu unterstützen. Bilder dazu und den Einsatzbericht findet ihr weiter unten auf dieser Seite. Der Bau der Schule befindet sich zur Zeit in der Schlussphase. Wir werden laufend neue Bilder über den Aktuellen Stand in der Gallerie und auf Facebook ergänzen.

Wieviel kostet der Bau der Schule?

Die Organisation Walking with Maasai hat im Vergleich mit diversen lokalen Bauunternehmen die bestmögliche Lösung bezüglich Preis/Leistung erarbeitet.

Die Kosten für den Bau belaufen sich auf umgerechnet CHF 13'000.-

Die detaillierte Kostenauflistung in Kenia-Schilling findest du hier.

Begrüssung bei der Schule

Bei unserer Ankunft im Dorf werden wir herzlich empfangen und reich beschenkt mit traditionellen Maasai Tüchern und Schmuck

Schule Kenia

Fast das ganze Dorf ist zusammengekommen um sich für den Bau der Schule zu bedanken.

Kenya_2017-2

Die Kinder mit dem diesjährigen Einsatz-Team vor der Baustelle der Schule.

Holztransport

Beim Transport des Holzes auf die Baustelle. Das Holz stammt von einem natürlich gefallenen Baum.

Holztransport

Das Holz für die Schulzimmer-Möbel wird aufgeladen.

Kinder mit Fussball

Die Freude über die neu gespendeten Fussbälle ist riesig.

Spass muss sein

Lukas beim spielen mit den Schulkindern.

Schultisch

Der Prototyp von Tisch und Bank wird nochmals mit den Kindern getestet bevor sämtliche Tische und Bänke hergestellt werden.

Die Baustelle

Giusi unser Maurer auf der Baustelle.

Die Baustelle

Hier wird betoniert, Eimer für Eimer in einem aufwendigen Kraftakt hochgehievt.

Armierungseisen

Saubere Bauweise, aber mit viel Handarbeit.

Zuschneiden

Die Bretter für die Möbel werden zugeschnitten.

Schleifen

Der Endschliff für die Einzelteile der Sitzbänke.

Holzarbeit

Jonas verpasst den Holzelementen eine schöne Phase.

Chameleon

Besuch auf der Baustelle vom Chameleon.

Camp Büffel

Begegnung mit dem Camp-Büffel auf dem Weg zur Baustelle.

Zusammenschrauben

Der Zusammenbau der Bänke.

Schulbänke und Tische

Die Tische und Bänke wurden in verschiedenen Grössen passend zum Alter der Kinder angepasst.

Schulbänke und Tische

Wir haben es geschafft. Die Bänke und Tische für das Schulzimmer sind zusammengeschraubt. Es fehlt nur noch der Anstrich.

Turaco

Einer der vielen farbenfrohen Turacos.

Wasserquelle

Der Ort an dem wir Campen hat ein Wasserproblem. Dies ist die grösste verbleibende Quelle und auch wir holen hier unser Trink- und Kochwasser. Trotz filtern und aufkochen ist es eine Herausforderung für unsere Magen. So lernt man das saubere Wasser zu Hause in der Schweiz wirklich schätzen.

Field Walk

Neben Zebras und Giraffen stossen wir zu Fuss auf jede Menge Gazellen, Affen und in der Ferne Elefanten.

Maasai Mara

Nach getaner Arbeit geniessen wir die letzen 2 Tage in der Maasai Mara. Der Aussichtspunkt von unserem Camp.

Field Walk

Mit unserem Maasai Guide gehen wir zu Fuss auf Exkursion.

Elefanten

Mit dem Land Rover kommen wir den Tieren in der Maasai Mara nochmals ein Stück näher.

Kranich

Die Kraniche mit ihrem üppigen Kopfschmuck.

Löwin

Eine von 3 Löwinen auf der Ausschau nach Beute.

Löwenjagd

Wir hatten sogar das Glück eine Löwenjagd zu beobachten. Das Zebra ist schlussendlich aber davon gekommen und hat die Löwen hungrig zurückgelassen.

Hippo-Pool

Direkt über diesem Hippo-Pool haben wir einen Mittags-Picknick genossen.

Teamwork

Büffel mit Oxpeckern auf dem Rücken.

Camplife

Das gemütliche Lagerfeuer im Camp nach einem langen Tag. Jede Mahlzeit wird über dem offenen Feuer zubereitet.

Einsatzbericht Schule Kenia 2017

Wir hatten eine super Anreise nach Kenia, alles verlief wie geplant und natürlich auf abenteuerliche Art und Weise. So mussten wir uns zu sechst plus Fahrer in ein 5-Plätzer Auto quetschen für die letzte Etappe der Reise. 4 Personen durften es sich auf der hinteren Sitzreihe bequem machen und eine Person von uns kam in den Genuss des mittleren Vordersitzes. Dieser ist inexistent. Man bekommt ein sehr dünnes Kissen und hat den Schaltknüppel zwischen den Beinen. Dann geht’s los: 4 Stunden Holperpiste bis man nicht mehr weiss wie man sitzen soll. Natürlich hat man das ganze Gepäck auf den Knien. Die Freude war gross als wir am Ziel, dem Olkoroi Camp ankamen.

 

Natur pur, ein wunderschöner Ort in unmittelbarer Nähe der Schule. Hier übernachteten wir in Safarizelten und genossen unsere Mahlzeiten am Feuer.

 

Am darauffolgenden Tag besuchten wir die Baustelle der Schule. Was für eine Freude zu sehen, wie weit das Projekt schon vorangeschritten war. Wir wurden herzlich von den Dorfbewohnern empfangen. Die Dankbarkeit über den Bau der Schule wurde in diversen Stellungnahmen von Dorfbewohnern zum Ausdruck gebracht. Peter, einer der Dorfältesten bestätigte uns, dass kein anderes Projekt in diesem Ort von grössere Bedeutung sei als das Schulprojekt. Anschliessend wurden wir reich mit traditionellen Maasai-Geschenken eingedeckt. Bilder dazu findet ihr in der Gallerie oberhalb.

 

Den restlichen Tag nutzten wir, um die Region etwas besser kennen zu lernen und uns auf unseren Arbeitseinsatz vorzubereiten. Unser Hauptziel war es, die Möblierung für das Klassenzimmer zu erstellen. Dazu hatte Michael als Schreiner bereits in der Schweiz mit der Planung begonnen. Parallel dazu wollten wir Arbeiten auf der Baustelle unterstützen. Am nächsten Tag ging es los. Ein Teil von uns ging auf die Baustelle und der Rest fing an mit der Erstellung der Möbel. Das Holz für die Möbel stammte von einem Baum aus den umliegenden Wäldern, welcher in einem Sturm auf natürliche Weise gefallen war. Wir konnten zusehen, wie schöne Bretter in präziser Handarbeit direkt aus dem Baum geschnitten wurden und transportierten diese dann zurück zum Camp zur Weiterverarbeitung.

 

Das Olkoroi Camp ist dank vorgängiger Projekte sehr gut ausgerüstet mit Werkzeugen. so dass wir zügig mit der Arbeit vorankamen. So konnten wir auch zu guter Zeit Feierabend machen, und ein Bad im Fluss geniessen. Die Abende verbrachten wir immer Rund ums Feuer. Wir wurden mit lokalen Mahlzeiten verwöhnt und hatten interessante Gespräche untereinander aber auch mit den einheimischen Maasai, welche die englische Sprache beherrschten.

 

Eines Abends gingen wir wieder mit der Taschenlampe auf die Ebene vor dem Camp, um nach Tieren zu suchen. Da wilde Tiere und Menschen hier auf gleichen Raum leben, halten sich viele Tiere Tagsüber versteckt und kommen erst nachts zum Vorschein. Wir beobachteten regelmässig verschiedene Gazellen, Wasserböcke, Warzenschweine, Affen und sogar Büffel. An diesem Tag hatten wir die Laute von Zebras gehört und hofften, diese nachts auf der Ebene anzutreffen. Die meisten Tiere sind nachts leicht zu entdecken, da ihre Augen das Licht der Taschenlampe reflektieren. Auf der Ebene Angekommen schalteten wir die Taschenlampe ein und wie erwartet sahen wir auch schon die Reflexion von 2 Augen welche uns unweit gegenüberstanden. Dies waren aber kein Zebra-Augen, was konnte es nur sein. Wir duckten uns um besser durch das Gestrüpp zu sehen, als sich das Tier plötzlich in Bewegung setzte. Jetzt war es ganz klar zu sehen, hinter dem Gestrüpp kam die Silhouette eines Leoparden zum Vorschein. Ein unglaubliches Erlebnis dieser Raubkatze in der Nacht nur mit einer Taschenlampe bewaffnet gegenüber zu stehen aber im Grunde genommen ungefährlich. Leoparden sind in dieser Region sehr selten und extrem scheu. Wir hatten das Glück, diese wunderschöne Raubkatze zwei Nächte Nacheinander zu Fuss zu beobachten.

 

Tagsüber kamen wir sowohl auf der Baustelle als auch mit den Möbeln weiterhin gut voran, so dass wir am Sonntag einen verdienten Freitag einplanen konnten. Diesen nutzten wir auf unterschiedliche Art und Weise um zu entspannen, die Kultur besser kennen zu lernen oder die Umgebung auszukundschaften. Am darauffolgenden Tag schafften wir es, die Möbel planungsgemäss fertig zu stellen. Nur noch der Endanstrich fehlte, dieser würde aber von den einheimischen Maasai vorgenommen. Die lokale Organisation „Walking with Maasai“ überwacht den Bau der Schule und alle damit verbundenen Arbeiten, so dass eine gute Qualität gewährleistet werden kann. Ohne ihre Hilfe wäre der Bau der Schule an diesem Ort nicht möglich gewesen.

 

Die Bauarbeiten an der Schule dürften bei gleichbleibendem Tempo innerhalb der nächsten paar Monate zum Ende kommen. Darüber werden wir euch natürlich weiterhin auf dem Laufenden halten.

 

Was uns betraf, reisten wir für die letzten 3 Nächte in Kenia in ein Camp an der Grenze zur Maasai Mara, mit einer wahnsinnig schönen Aussicht von unserem Campingplatz über die weiten Ebenen. Zu den Absoluten Highlights gehörten unsere Ausflüge zu Fuss und die Löwenjagd, welche wir sicher aus dem Auto beobachten konnten. Bilder dazuf indet ihr in der Galerie oberhalb.

 

Herausfordernd war jedoch die Wasserknappheit an diesem Ort. Auch wir waren gezwungen unser Wasser aus einer sehr schmutzigen Wasserquelle zu beziehen. Selbst gefiltert und abgekocht reagierten unsere Mägen unterschiedlich auf das Wasser. Auch um sich zu waschen musste ein halber Kessel Wasser pro Person genügen, mehr hatte es nicht. In solchen Situationen wird einem bewusste, wie unheimlich gut es uns in der Schweiz geht. Umso Glücklicher sind wir, dass wir einen Teil unseres Glücks in Kenia weitergeben durften. Dank den vielen grosszügigen Spenden, dem Einsatzteam und der lokalen Organisation „Walking with Maasai“ kann das Schulprojekt umgesetzt werden. Wir haben inzwischen sämtliche benötigten Spendengelder zusammen. Vielen, vielen Dank an Alle, welche dieses Projekt in irgend einer Form unterstütz haben.

 

Bitte geniesst die Bilder in der Gallerie, dieses Projekt war nur dank eurer Hilfe möglich.

 

Be blessed!